Die weltweit erste, öffentliche Sternwarte, welche ausschließlich Doppelteleskope verwendet

Wir freuen uns, dieses einmalige Astronomie-Projekt einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen. Mit Ihnen, mit euch, wird der Traum nun schrittweise wahr!

Dieses wundervolle Doppel-Teleskop ist ein ED120mm Binoptic. Die Objektiv-Linsen stammen von der Firma Skywatcher

Was heißt BinoVolksSternwarte eigentlich?

Die große Mehrzahl aller Fernrohre, durch die man als interessierter Besucher blicken kann, bestehen aus einer Optik, egal ob Linse oder Spiegel.

Sie schauen daher auch nur mit einem Auge in das Gerät. Das andere Auge wird mehr oder weniger zugekniffen. Nun hat die Natur uns aber zwei Augen gegeben.

Aus gutem Grund. Diese Art zu sehen, hat enorme Vorteile.
Diese kann man auch beim Beobachten des gestirnten Himmels nutzen. Und hierbei wundervolle, viel bessere Beobachtungen erleben, als mit nur einem Auge. Mittels sogenannter Doppelfernrohre, auch Doppelteleskope genannt.

Jedes Auge hat hier praktisch sein eigenes Fernrohr.

Was bringen diese Doppelfernrohre?

Kurzversion: Unglaublich viel!
1) Sie können viel länger und entspannt beobachten. Ein zugekniffenes Auge schränkt die Wahrnehmung des offenen Auges ein. Unser Gehirn „liebt“ es zudem, aus den Einzelbildern beider Augen ein Gesamtbild zu konstruieren.
2) Und dieses Bild dankt es mit scheinbar größerer Darstellung, mit mehr Details.
3) Wir sind auf 3D-Sehen gepolt. Auch wenn die Himmelskörper viel zu weit entfernt sind, um einen echten 3D-Effekt zu generieren, möchte unser Hirn einfach 3D sehen, wenn beide Augen offen sind! Also entsteht eine scheinbar plastische, viel ästhetischere Darstellung der Gestirne.
4) Die Luftunruhe, welche öfters wackelige, unscharfe Bilder verursachen kann, wird meist ein wenig gemildert, wenn unser Gehirn Bilder zweier, parallel ausgerichteter Optiken präsentiert bekommt. Ihr Gehirn rechnet eine Art Mittelung der Einzelbilder, die erstaunlicherweise häufig genug ruhiger und schärfer als die Einzelbilder ist!
5) Bei Verwendung geeigneter Weitwinkelokulare, der Linsen, die dem Auge zugewandt sind, kann ein sogenannter Spacewalk-Effekt verursacht werden: Es scheint, als würden die Sterne auf einer riesigen, fast schon unbegrenzten Leinwand vor uns schweben. Dies empfinden viele Beobachter als sehr ästhetisch und erfüllend. Es scheint, als würde man über den Mondkratern schweben, wenn man den Erdtrabanten im Doppelteleskop betrachtet.

Dieses großartige Doppelteleskop ist ein 300mm Spiegelteleskop, ein sogenannter Doppeldobson

In sternenklarer Nacht richte ich den Blick gen Mond durch das ED 120 Binoptic-Doppelteleskop

Warum gerade im Werra Meissner Kreis?

Diese Region Nordhessens liegt ziemlich genau in der Mitte Deutschlands und ist somit recht gut von der gesamten Republik aus erreichbar. Auch europäisch betrachtet, liegt der Werra-Meissner Kreis zentral.

Für die astronomische Beobachtung entscheidend: Es gibt dunklen Himmel!

Eine überwältigende Vielzahl der Sternwarten Deutschlands liegen in Städten oder stadtnah.
Da ist der Himmel derart aufgehellt, dass man gerade die schönsten Objekte, wie galaktische Nebel, ferne Milchstraßensysteme (Galaxien), Überreste explodierender Sterne (planetarische Nebel genannt) kaum vernünftig erkennen kann. Es ist mir immer wieder unbegreiflich, dass fast kein Bürger diese Himmelsschönheiten je sinnvoll und beglückend betrachten konnte!

Ganz nah an der Kleinstadt Witzenhausen liegt der sogenannte Burgberg. Dies wäre der erste Vorschlag für einen Platz, auf dem die Sternwarte errichtet werden könnte. Persönlich meine ich, etliche Plätze auf dem Meissner sind von der Himmelsqualität nochmals ansprechender. Vielleicht liese sich hier ja etwas machen…

Projektbeschreibung

Seit 2014 widme ich mich mit großer Leidenschaft der Nutzung von Doppelteleskopen für die visuelle Beobachtung des Nachthimmels. Meine über 30-jährige Erfahrung als Hobby-Astronom hat mir gezeigt, dass die visuelle Beobachtung durch Doppelteleskope ein unvergessliches Erlebnis bietet, das weit über das hinausgeht, was herkömmliche Einzelteleskope leisten können.

Nochmals der 300 mm Doppeldobson, mit dem großartige Beobachtungen von Galaxien und Nebeln gelangen

Hier der kleinere Bruder des Binoptic ED120 im Einsatz: Das APO 80 Lomo Binoptic.

Einzigartigkeit des Projekts

In Deutschland gibt es bisher keine, zumindest teilweise öffentliche Sternwarte, die speziell auf Doppelteleskope ausgerichtet ist. Also jenseits einfacher Ferngläser, welche man immer mal wieder antrifft… Diese Sternwarte würde daher nicht nur Hobby-Astronomen anziehen, sondern auch ein breites Publikum, das die Schönheit des Nachthimmels in einer völlig neuen Weise erleben möchte. Die visuelle Beobachtung durch Doppelteleskope ist ein Kunstgenuss, der die Faszination für das Universum auf einzigartige Weise vermittelt. Meist sind Interessierte sprachlos, welch wunderschöne Beobachtungen möglich sind. Jenseits der bekannten Astrofotos eröffnet sich ein Bereich, der ein ganz anderes, neues, unmittelbares, zutiefst befriedigendes Naturerlebnis, live und unmittelbar bietet. Ich erläutere später, wie Führungen vor Ort stattfinden können. Hierbei orientiere ich mich am Konzept der Sternwarte Melle, gegründet von Bernd Schröter im Zeitraum der Expo 2000 in Hannover. Der Austausch mit diesem Gründer war sehr inspirierend. Er ermutigte mich, dieses Projekt zu designen und auszugestalten.

Vorteile für die Region

Die Einrichtung einer solchen Sternwarte würde nicht nur die wissenschaftliche und kulturelle Attraktivität der Region steigern, sondern auch einen positiven wirtschaftlichen Impuls geben. Besucher aus ganz Deutschland und darüber hinaus könnten angezogen werden, was lokale Geschäfte und den Tourismus fördern würde. Ich rechne auch mit einer gewissen internationalen Klientel, global betrachtet wächst das Interesse an binokularer Astronomie deutlichst. Besonders japanische Reisende dürften eine gesteigerte Offenheit mitbringen. Auch, weil Produkte aus ihrem Heimatland verwendet werden. Eine große Wirkungsebene ist auch der Schutz des dunklen Nachthimmels, welcher durch künstliche Beleuchtung als Kulturgut immer weiter verloren geht. Sehen Besucher erstmals Himmelsobjekte, die Besucher bei dunklem Himmel in Doppelfernrohren einfach umhauen, könnte für dieses Thema durch die BinoVolksSternwarte intensiv Bewusstsein gefördert werden.

Dies ist ein Mewlon 180C Spiegelfernrohr am Burgberg, Witzenhausen. Zwar kein Doppelfernrohr, jedoch mit Binoansatz (ein Kompromiss) und Aufnahmegerät des Kugelsternhaufen Messier 13, siehe nebenan

Hier ein Video von meinem Kanal Binoscopeman83 in Englisch und Deutsch, welches ein wenig mehr die Vorzüge des ED 120 Binoptic-Doppelteleskopes erklärt

Bleiben Sie informiert über den Fortschritt dieses einmaligen Astronomie-Projektes!